Tijarafe

Tijarafe befindet sich im nordwestlichen Teil La Palmas. Landschaftlich sehr beeindruckend steigt das Gemeindegebiet stetig vom Meer bis zum Rand der Caldera de Taburiente auf etwa 2.306 Meter an.

Die fast 12 km lange Küstenlinie von Tijarafe ist steil und unzugänglich und bildet einen tollen Kontrast zum blauen Meer. Die Gegend ist geprägt von zahlreichen Schluchten. Die Hänge der Schluchten sind im Januar und Februar mit den weiß und rosa blühenden Mandelbäumen eine besondere Attraktion. Der Barranco Jurado südwestlich des Hauptortes Tijarafe, wurde 1994 zu einem Naturdenkmal erklärt. Das Klima in der Region ist sehr sonnig und trocken.

Der Name Tijarafe stammt aus der Zeit der Guanchen und bezeichnete das Stammesgebiet der Guanchen, das heute aus den Gemeinden Tijarafe und Puntagorda besteht.
Die Bevölkerung von Tijarafe lebte lange Zeit nur von der Landwirtschaft. Auch heute noch werden Bananen, Avocados, Obst und Gemüse angebaut. Außerdem wird an den Hängen um Tijarafe hervorragender Wein produziert.

Ab den 1980er Jahren etablierte sich ein sanfter Tourismus. Viele der alten Bauernhäuser wurden restauriert und stehen den Touristen als Ferienhäuser zur Verfügung. Tijarafe ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge in den grünen Norden der Insel.

Der Höhepunkt des Jahres ist die Fiesta del Diablo im September. Bei dem Spektakel läuft ein Mann als Teufel verkleidet mit explodierenden Feuerwerkskörpern durch die Menschenmenge.

Einige der Sehenswürdigkeiten sind:

  • Barranco del Jurado: wurde 1994 zum Naturdenkmal erklärt. Sehr auffällig ist eine Felsformation in der Form eines Nashornkopfes.
  • Porís de Candelaria: Piraten- oder Schmugglerbucht, erreichbar mit dem Boot oder über einen Wanderweg von Tijarafe aus. Im Schatten eines Felsüberhangs haben sich einige Palmeros kleine Wochenendhäuschen gebaut.
  • Cueva Bonita: eine Höhle direkt an der Steilküste, die nur per Schiff von Puerto de Tazacorte aus erreichbar ist. Bei ruhiger See fahren die Schiffe in die Höhle hinein.
  • Playa de la Veta: nördlich von Tijarafe, ist über einen Wanderweg oder per Boot zu erreichen. Der Strand wird gesäumt von kleinen Wochenendhäusern. Im Sommer kann man baden gehen, im Winter ist der feine Sand meist von der Brandung abgetragen.
  • Die Aussichtspunkte „Mirador El Time", „Mirador Las Cabezadas" und „Hoya Grande" bieten fantastische Ausblicke in das Aridane Tal und die Caldera deTaburiente.
  • Die Pfarrkirche Nuestra Señora de Candelaria wure 1530 erbaut und 1686 um den Glockenturm erweitert. 1996 wurde die Kirche zum spanischen Kulturgut erklärt.
  • Museo Etnográfico: historische Ausstellung über das Leben in Tijarafe

Lage Tijarafe